Das Gebäudeenergiegesetz 2026 (GEG) macht klar: Der Abschied von reinen Öl- und Gasheizungen ist keine Frage des „Ob", sondern des „Wann". Wer jetzt klug plant, spart in den nächsten 20 Jahren Tausende Euro – und profitiert von einer staatlichen Förderung, die bis zu 70 % der Investitionskosten übernimmt.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche erneuerbaren Heizsysteme 2026 verfügbar sind, was sie kosten, wie viel Förderung Sie bekommen – und welche Lösung für Ihr Haus in Mönchengladbach am besten passt.
Inhalt dieses Artikels
1. Was fordert das GEG 2026?
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt vor, dass neue Heizungsanlagen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Wer eine alte Gas- oder Ölheizung durch eine neue Anlage ersetzt, muss diese Anforderung erfüllen – es sei denn, es greift eine gesetzliche Ausnahme.
Wichtig zu wissen: Bestehende Heizungen dürfen zunächst weiter betrieben werden. Die Pflicht gilt erst beim Einbau einer neuen Heizungsanlage oder bei einem Heizkesselausfall ohne Reparaturmöglichkeit. Für Mönchengladbach und die Region Niederrhein gelten keine abweichenden Regelungen – das Bundesgesetz gilt hier wie überall.
Gut zu wissen: Wer rechtzeitig plant und eine förderfähige Anlage einbaut, hat gleich zwei Vorteile: Er erfüllt das GEG und erhält Zuschüsse, die die Mehrkosten gegenüber einer alten Gasheizung zu großen Teilen ausgleichen.
2. Welche erneuerbaren Heizsysteme kommen infrage?
Vier Technologien stehen im Fokus, wenn es um GEG-konforme Heizungen geht. Jede hat ihre Stärken – und jede passt besser zu bestimmten Gebäudetypen.
Die Wärmepumpe entzieht der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und bringt sie ins Haus. Sie verbraucht dabei nur elektrischen Strom – und zwar deutlich weniger als sie Wärme erzeugt (Effizienzfaktor COP 3–5).
Ideal für: Neubauten und gut gedämmte Bestandsgebäude (KfW-Effizienzhaus 55 oder besser), Häuser mit Fußbodenheizung oder großflächigen Heizkörpern.
Nachteile: Bei schlecht gedämmten Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen sinkt die Effizienz. Hier braucht es oft eine vorherige Dämmmaßnahme oder ein Hybridsystem.
Pelletheizungen verbrennen gepresste Holzreste (Pellets) und gelten als CO₂-neutral, weil das freigesetzte CO₂ durch nachwachsendes Holz wieder gebunden wird. Sie arbeiten ähnlich wie eine Gasheizung – mit hohen Vorlauftemperaturen und damit auch in schlecht gedämmten Altbauten.
Ideal für: Altbauten ohne Möglichkeit zur Dämmung, ländliche Lagen ohne Fernwärmenetz, Häuser mit vorhandenem Kamin oder Schornstein.
Nachteile: Pellets müssen gelagert werden (Lagerraum ca. 6–8 m³ für EFH), Brennstoffpreise können schwanken, höherer Wartungsaufwand als Wärmepumpe.
Eine Hybridheizung kombiniert eine Wärmepumpe mit einem Gas- oder Pelletkessel. Im Sommer und bei moderaten Temperaturen übernimmt die Wärmepumpe – bei Minusgraden springt der Kessel ein. Damit erreicht man auch in weniger gut gedämmten Häusern hohe Effizienz.
Ideal für: Altbauten, bei denen eine vollständige Wärmepumpen-Lösung (noch) nicht wirtschaftlich ist. Perfekter Einstieg in die Energiewende.
In Teilen von Mönchengladbach und der Umgebung wird Fernwärme angeboten. Dabei liefert ein zentrales Heizkraftwerk Wärme über ein Leitungsnetz direkt ins Haus. Kein eigener Kessel, kein Lagerraum, minimaler Wartungsaufwand.
Nachteil: Nur verfügbar, wenn das Haus an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden kann. Die Preise sind abhängig vom Anbieter und steigen seit 2022 stark an.
3. Wärmepumpe vs. Pelletheizung – Der große Vergleich
Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Kennzahlen für ein typisches Einfamilienhaus mit ca. 150 m² Wohnfläche in der Region Mönchengladbach.
| Kriterium | Wärmepumpe | Pelletheizung | Hybridheizung |
|---|---|---|---|
| Investitionskosten | 15.000–25.000 € | 18.000–25.000 € | 12.000–20.000 € |
| Jährl. Betriebskosten | 600–1.200 € | 1.200–2.400 € | 900–1.800 € |
| Förderung (BEG max.) | bis 70 % | bis 35 % | bis 35 % |
| CO₂-Emissionen | Sehr gering | CO₂-neutral | Gering |
| Eignung Altbau | Bedingt ✓ | Ja ✓✓ | Ja ✓✓ |
| Eignung Neubau | Ja ✓✓ | Bedingt ✓ | Gut ✓ |
| Platzbedarf | Gering | Hoch (Lager) | Mittel |
| Wartungsaufwand | Gering | Mittel | Mittel |
| Amortisation (m. Förderung) | 5–9 Jahre | 10–15 Jahre | 7–12 Jahre |
* Richtpreise für Mönchengladbach / Region Niederrhein (Stand 2026). Genaue Angebote auf Anfrage.
4. Förderung bis 70 % – So funktioniert die BEG 2026
Die wichtigste Förderung läuft über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), abgewickelt über das BAFA. Sie setzt sich aus bis zu drei Bausteinen zusammen:
Grundförderung
Für alle förderfähigen Heizungsanlagen, die erneuerbare Energien nutzen.
Klimageschwindigkeitsbonus
Wer eine funktionierende Öl- oder Gasheizung durch eine erneuerbare Anlage ersetzt (befristet bis 2028).
Einkommensbonus
Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 €.
Rechenbeispiel: Wärmepumpe mit 70 % Förderung
Voraussetzung: Antrag muss VOR Auftragserteilung beim BAFA gestellt werden – wir helfen Ihnen dabei.
Zusätzlich können Kosten, die nicht durch den BAFA-Zuschuss gedeckt werden, über einen KfW-Kredit (BEG Einzelmaßnahmen, bis 120.000 €) zu vergünstigten Zinsen finanziert werden. Auch das Land NRW bietet über die NRW.Bank ergänzende Förderprogramme.
5. Was passt zu meinem Haus?
Die Wahl des richtigen Heizsystems hängt von mehreren Faktoren ab. Folgende Entscheidungshilfe gibt Ihnen eine erste Orientierung:
→ Mein Haus ist ein Neubau oder gut gedämmt (KfW 55 oder besser)
Wärmepumpe – besonders effizient, maximale Förderung, niedrigste Betriebskosten.
→ Ich habe einen alten unsanierten Altbau mit hohen Heizkörpern
Pelletheizung oder Hybridheizung – arbeiten mit hohen Vorlauftemperaturen und passen auch ohne Dämmung.
→ Ich möchte günstig einsteigen, aber trotzdem GEG-konform sein
Hybridheizung – kombinieret Wärmepumpe mit bestehendem Gas-/Ölkessel, geringste Umstellungskosten.
→ Mein Haus liegt an einem Fernwärmenetz
Fernwärme prüfen – kein eigener Kessel, kein Lager, aber Abhängigkeit vom Anbieterpreis.
→ Ich habe Platz für ein Pelletlager und lege Wert auf Unabhängigkeit
Pelletheizung – CO₂-neutral, hohe Vorlauftemperaturen, unabhängig vom Stromnetz.
Nicht sicher, was zu Ihrem Haus passt?
Fabian Schroers schaut sich Ihr Gebäude persönlich an und gibt Ihnen eine ehrliche, unabhängige Empfehlung – ohne versteckten Verkaufsdruck.
Kostenlose Beratung anfragen →6. Häufige Fragen (FAQ)
Muss ich meine alte Gasheizung sofort ersetzen?
Nein. Bestehende Gasheizungen dürfen weiter betrieben werden. Die GEG-Pflicht gilt erst beim Einbau einer neuen Heizung oder wenn die alte nicht mehr repariert werden kann. Es gibt also keine sofortige Austauschpflicht – aber wer jetzt handelt, sichert sich bessere Förderkonditionen.
Wie lange dauert der Einbau einer Wärmepumpe?
In der Regel 3–5 Arbeitstage für die Installation selbst. Vorher fallen Planungszeit, Genehmigungen und ggf. Erdbohrungen an. Wir koordinieren alles aus einer Hand und begleiten Sie vom Förderantrag bis zur Inbetriebnahme.
Wann muss ich den Förderantrag stellen?
Den BAFA-Antrag müssen Sie zwingend BEFORE der Auftragserteilung stellen – also bevor Sie einem Handwerker den Auftrag geben. Wir helfen Ihnen bei der Antragsstellung und achten darauf, dass die Fristen eingehalten werden.
Funktioniert eine Wärmepumpe auch bei sehr kalten Wintern?
Ja. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten effizient bis −20 °C. Bei extremen Frosttagen sinkt der Wirkungsgrad etwas, bleibt aber deutlich über dem einer Gasheizung. Für besonders kalte Lagen empfehlen wir Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen.
Ist eine Pelletheizung wirklich CO₂-neutral?
Weitgehend ja. Das beim Verbrennen freigesetzte CO₂ entspricht dem, was das Holz während seines Wachstums aufgenommen hat – sofern die Pellets aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Pellets aus zertifizierter Herkunft (ENplus A1) sind Pflicht für eine Förderung.
Fazit
Die Energiewende beim Heizen ist machbar – und mit den richtigen Fördermitteln oft günstiger als gedacht. Wer 2026 eine neue Heizung plant, sollte die Entscheidung nicht auf die lange Bank schieben: Die Fördersätze sind derzeit so hoch wie nie, und die Preise für erneuerbare Anlagen werden durch die hohe Nachfrage mittelfristig eher steigen als sinken.
Schroers Sanitär & Heizung ist Ihr zertifizierter Fachbetrieb für Wärmepumpen in Mönchengladbach. Wir kennen die lokalen Gegebenheiten, helfen Ihnen beim Förderantrag und stehen von der ersten Beratung bis zur Wartung an Ihrer Seite.